OpenVPN-Tunnel unter Debian-Linux einrichten (Anleitung)

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(Paket installieren)
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<source lang="command">apt install openvpn</source>
<source lang="command">apt install openvpn</source>
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Zur Fehlersuche empfiehlt sich zudem die Installation des Pakets "mtr" (My Traceroute):
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Zur Fehlersuche empfiehlt sich zudem die Installation des Pakets "mtr" (My Traceroute), optional:
<source lang="command">apt install mtr-tiny</source>
<source lang="command">apt install mtr-tiny</source>
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cd /etc/openvpn
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cd /etc/openvpn/client
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wget "https://service.portunity.net/downloads/vpn-tunnel/openvpn.tpX.tunneleinwahl.de-udp.ovpn"
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wget "https://service.portunity.net/downloads/vpn-tunnel/openvpn.tpX.tunneleinwahl.de-udp.ovpn" -O portunity.conf
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auth-user-pass /etc/openvpn/portunity.login
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auth-user-pass /etc/openvpn/client/portunity.login
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## Zugangsdaten aus einer Datei lesen
## Zugangsdaten aus einer Datei lesen
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auth-user-pass /etc/openvpn/portunity.login
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auth-user-pass /etc/openvpn/client/portunity.login
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Legen Sie nun mit einem Texteditor die Datei <code>/etc/openvpn/portunity.login</code> an. Tragen Sie darin in die erste Zeile den Benutzernamen Ihres Tunnels ("<code>tunnelXXXXXX</code>") ein, in die zweite Zeile das Kennwort des Tunnelzugangs.
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Legen Sie nun mit einem Texteditor die Datei <code>/etc/openvpn/client/portunity.login</code> an. Tragen Sie darin in die erste Zeile den Benutzernamen Ihres Tunnels ("<code>tunnelXXXXXX</code>") ein, in die zweite Zeile das Kennwort des Tunnelzugangs.
Die Datei sollte dann beispielhaft so aussehen:
Die Datei sollte dann beispielhaft so aussehen:
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= Den Tunnel bootfest machen =
= Den Tunnel bootfest machen =
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Damit sich der Tunnel bei jedem Systemstart automatisch aufbaut, können Sie einen Eintrag in der Crontab-Datei anlegen. Führen Sie hierzu den folgenden Befehl als root aus:
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Damit sich der Tunnel bei jedem Systemstart automatisch aufbaut, können Sie diesen über systemd automatisch starten lassen. Führen Sie hierzu den folgenden Befehl als root aus:
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<source lang="command">crontab -e</source>
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<source lang="command">systemctl enable --now openvpn-client@portunity.service</source>
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(Falls Ihre Config-Datei nicht <code>portunity.conf</code> heißt, müssen Sie hier den Namen entsprechend anpassen)
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Fügen Sie die folgende Zeile am Ende der Datei ein:
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<code>@reboot sleep 20 && /usr/sbin/openvpn /etc/openvpn/openvpn.tpX.tunneleinwahl.de-udp.conf</code>
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Speichern Sie anschließend die Datei und schließen Sie den Editor.
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= Den Tunnel testen =
= Den Tunnel testen =
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Stellen Sie zunächst sicher, dass aktuell kein OpenVPN-Prozess läuft.
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<source lang="command">ip address show</source>
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Hier sollte ein Interface mit Namen <code>tun0</code> (oder eine andere Ziffer) auftauchen, welches die Ihnen zugewiesene statische IP-Adresse trägt.
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<source lang="command">pkill openvpn</source>
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Starten Sie dann manuell OpenVPN auf der Kommandozeile (als root):
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<source lang="command">/usr/sbin/openvpn /etc/openvpn/openvpn.tpX.tunneleinwahl.de-udp.conf</source>
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Prüfen Sie in einem zweiten Konsolenfenster, dass die Ausgabe des folgenden Befehls auch das Tunnel-Interface "tun0" enthält:
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<source lang="command">ip address show</source>
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Prüfen Sie, ob der Tunnel die Standardroute zum Internet ist:
Prüfen Sie, ob der Tunnel die Standardroute zum Internet ist:
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<source lang="command">ip -4 route show default</source>
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<source lang="command">ip -6 route show default</source>
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In beiden Fällen sollte die Standardroute auf das tun-Interface aus dem vorherigen Schritt zeigen.
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<source lang="command">mtr 1.1.1.1</source>
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Wenn an erster Stelle unser Tunnel-Einwahlserver angezeigt wird und an letzter Stelle das Ziel 1.1.1.1 erreicht wird, ist die Verbindung erfolgreich aufgebaut.
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Testen, ob die Route funktioniert:
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<source lang="command">mtr 188.246.0.34</source>
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<source lang="command">mtr 2a02:a00:d::c2</source>
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Starten Sie das System neu, um OpenVPN wieder als Hintergrunddienst laufen zu lassen; wiederholen Sie die Prüfung. Falls das Ergebnis gleich bleibt, ist alles korrekt eingerichtet; ansonsten liegt ein Fehler in der Crontab-Datei vor.
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Wenn an erster Stelle unser Tunnel-Einwahlserver angezeigt wird und an letzter Stelle das Ziel erreicht wird, ist die Verbindung erfolgreich aufgebaut.
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Starten Sie das System neu, um OpenVPN wieder als Hintergrunddienst laufen zu lassen; wiederholen Sie die Prüfung. Falls das Ergebnis gleich bleibt, ist alles korrekt eingerichtet.
= Abschließende Hinweise =
= Abschließende Hinweise =

Aktuelle Version vom 12:40, 10. Mai 2024

Diese Anleitung zeigt Ihnen in wenigen Schritten, wie Sie unter Linux (hier: Debian) einen OpenVPN-Tunnel mit einer statischen IP-Adresse einrichten.

Diese Anleitung sollte auch mit anderen Debian-Derivaten (wie z.B. Ubuntu oder Mint) funktionieren. Auf vielen anderen Linux-Distributionen (wie z.b. OpenSUSE oder Fedora) ist die Vorgehensweise ähnlich.

Inhaltsverzeichnis

Wichtiger Hinweis zu Firewalls

Sollte die OpenVPN-Verbindung nicht aufgebaut werden können oder immer wieder nach kurzer Zeit zusammenbrechen, prüfen Sie bitte ob Ihre Firewall ICMP-Pakete verwirft. Diese sollten Sie zumindest von und zu unserem Tunnelserver akzeptieren, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. ICMP ist mehr als "nur Ping" und wird vielmehr auch genutzt, um die MTU der Gegenstelle zu erfragen oder herauszufinden ob ein Port bereits genutzt wird. Im Zusammenhang mit Tunnelprotokollen ist es daher wirklich wichtig, dass diese Informationen übermittelt werden können.


Statische Routen und Firewall-Freigaben

Falls Sie statische Routen setzen oder die Verbindung zum Tunnelserver in Ihrer Firewall freischalten müssen, beachten Sie bitte die hier aufgeführten Informationen zu IP-Netzen und Protokollen.

Paket installieren

Installieren Sie zuerst das OpenVPN-Paket der Distribution:

apt install openvpn

Zur Fehlersuche empfiehlt sich zudem die Installation des Pakets "mtr" (My Traceroute), optional:

apt install mtr-tiny

Grundkonfiguration

Nun gibt es das Verzeichnis "/etc/openvpn" – wechseln Sie bitte dort hinein.

Laden Sie nun bitte die Konfigurationsdatei für Ihren Tunneltarif herunter - den Link dazu finden Sie im Kundencenter. Im weiteren Verlauf werden wir die Datei mit openvpn.tpX.tunneleinwahl.de-udp.ovpn bezeichnen - verwenden Sie stattdessen den Namen der Datei, der Ihnen im Kundencenter zum Download angeboten wird.

cd /etc/openvpn/client
wget "https://service.portunity.net/downloads/vpn-tunnel/openvpn.tpX.tunneleinwahl.de-udp.ovpn" -O portunity.conf

Öffnen Sie diese Datei nun mit einem Texteditor und suchen Sie die Zeile

#auth-user-pass portunity.login

und ersetzen Sie diese durch:

auth-user-pass /etc/openvpn/client/portunity.login

Ein paar Zeilen darüber finden Sie die Zeile "auth-user-pass" - diese muss mit einer vorangestellten Raute auskommentiert und damit deaktiviert werden.
Die Datei sollte dann (auszugsweise) so aussehen:

## Zugangsdaten abfragen und nicht aus einer Datei lesen
#auth-user-pass

## Zugangsdaten aus einer Datei lesen
auth-user-pass /etc/openvpn/client/portunity.login


Legen Sie nun mit einem Texteditor die Datei /etc/openvpn/client/portunity.login an. Tragen Sie darin in die erste Zeile den Benutzernamen Ihres Tunnels ("tunnelXXXXXX") ein, in die zweite Zeile das Kennwort des Tunnelzugangs. Die Datei sollte dann beispielhaft so aussehen:

tunnelXXXXXX
hochgeheimeskennwort


Weitere Anpassungen (optional)

  • redirect-gateway: Dies ist standardmäßig aktiviert und sorgt dafür, dass der Tunnel als Standardgateway gesetzt wird. Wenn dies nicht gewünscht wird, muss diese Zeile auskommentiert werden und stattdessen mit PBR (Policy Based Routing) gearbeitet werden.
  • user nobody bzw. group nobody: Hiermit wird erreicht, dass der Tunnel-Prozess als unpriviligierter Nutzer läuft. Auf den meisten Distributionen sind User und Gruppe "nobody" vorhanden – falls nicht, muss das hier angepasst werden.
  • verb: Im Falle von Problemen kann hiermit die "verbosity", also das Level der Ausführlichkeit von Log-Meldungen erhöht werden. Je höher die Ziffer, desto mehr Informationen gibt es (maximaler Wert: 7)

Den Tunnel bootfest machen

Damit sich der Tunnel bei jedem Systemstart automatisch aufbaut, können Sie diesen über systemd automatisch starten lassen. Führen Sie hierzu den folgenden Befehl als root aus:

systemctl enable --now openvpn-client@portunity.service

(Falls Ihre Config-Datei nicht portunity.conf heißt, müssen Sie hier den Namen entsprechend anpassen)

Den Tunnel testen

ip address show

Hier sollte ein Interface mit Namen tun0 (oder eine andere Ziffer) auftauchen, welches die Ihnen zugewiesene statische IP-Adresse trägt.


Prüfen Sie, ob der Tunnel die Standardroute zum Internet ist:

ip -4 route show default
ip -6 route show default

In beiden Fällen sollte die Standardroute auf das tun-Interface aus dem vorherigen Schritt zeigen.


Testen, ob die Route funktioniert:

mtr 188.246.0.34
mtr 2a02:a00:d::c2

Wenn an erster Stelle unser Tunnel-Einwahlserver angezeigt wird und an letzter Stelle das Ziel erreicht wird, ist die Verbindung erfolgreich aufgebaut.

Starten Sie das System neu, um OpenVPN wieder als Hintergrunddienst laufen zu lassen; wiederholen Sie die Prüfung. Falls das Ergebnis gleich bleibt, ist alles korrekt eingerichtet.

Abschließende Hinweise

Wegen der Komplexität sind wir in diesem Artikel nicht auf die folgenden Themen eingegangen:

Persönliche Werkzeuge