Restic, Kopia, Docker, lokales Paperless-NGX, Home Assistant & Co: Warum wir secureBackup entwickelt haben: Ein neues Produkt entsteht manchmal nicht im Meetingraum, sondern am eigenen NAS: Als in meinem näheren familiären Umfeld ein kompletter Datenverlust da war, sämtliche Erinnerungen in Form von Fotos für immer weg waren und gleichzeitig bei mir ein neues UniFi-NAS zwar Backups anbot, aber im Kern nur 1:1-Kopien, fehlte mir ein flexibles Ziel für moderne Backup-Tools. Daraus ist secureBackup entstanden – ein S3-basiertes Backup-Target in unserem deutschen Rechenzentrum, ideal für Kopia, Restic & Co. Und weil nicht jeder Speicher dasselbe ist, zeige ich auch, wann unsere Online-Festplatte SpeedDrive die bessere Wahl bleibt.
Es gibt diese Momente, in denen einem ein technisches Thema schlagartig nicht mehr technisch vorkommt.
Ich habe im nahen familiären Umfeld erlebt, was es bedeutet, wenn eine Festplatte stirbt — und mit ihr nicht einfach nur „Daten“, sondern ein Stück Leben. Zehn Jahre Fotos. Urlaube. Familienfeiern. Bilder von den Kindern, als sie noch klein waren. Aufnahmen von Menschen, die heute nicht mehr da sind. Die Oma, die auf manchen Fotos noch lacht. Alltag, den man damals für selbstverständlich hielt und von dem man heute weiß, dass er unwiederbringlich ist.
Dann der Crash.
Und dann dieser eine Satz, der alles noch schlimmer macht:
„Es gibt doch ein Backup.“
Nur: Das Backup ließ sich nicht sauber zurückspielen. Es war da, aber im entscheidenden Moment eben nicht wirklich da. Unvollständig. Unbrauchbar. Nicht verlässlich. Und in diesem Augenblick kippt etwas. Erst kommt die Hoffnung. Dann Verwirrung. Dann hektisches Probieren. Dann Wut. Auf die Technik. Auf sich selbst. Auf die eigene Nachlässigkeit. Auf das blöde Gefühl, es besser gewusst zu haben — und es trotzdem nicht konsequent gemacht zu haben.
Und irgendwann bleibt nur dieser leere, schwere Gedanke:Das kommt nie wieder.
Genau das ist der Punkt, an dem Backup aufhört, ein IT-Thema zu sein. Dann geht es nicht mehr um Speicherplatz, Protokolle oder Preismodelle. Dann geht es um Verlust. Um Erinnerungen. Um Dinge, die man nicht einfach nachkaufen kann.
Und wenn schon private Daten so wehtun — wie sieht das dann erst bei geschäftlichen Daten aus?
Ich kenne auch die andere Seite von einem Kunden: den Unternehmer, bei dem nach einer Verschlüsselung durch einen Trojaner plötzlich nicht mehr nur Fotos bedroht waren, sondern Betrieb, Handlungsfähigkeit, Buchhaltung, Dokumente, Kundendaten, Kommunikation. Da steht dann nicht nur eine Festplatte still. Da steht ein Unternehmen still. Und im Hintergrund schwebt diese widerliche Lösegeldforderung mit im Raum — verbunden mit der Frage, wie man überhaupt wieder hochkommt, wenn das Backup-Konzept nur auf dem Papier existierte.

Spätestens da wird klar: Ein Backup ist nicht das, was man eingerichtet hat. Ein Backup ist das, was sich im Ernstfall sauber wiederherstellen lässt.
Und ganz ehrlich: In solchen Momenten denke ich natürlich auch an meine eigenen Daten. An Dokumente. An Familienfotos. An all die kleinen privaten Dinge, die niemand außer einem selbst wirklich wichtig findet — die aber für einen persönlich unbezahlbar sind. Und ja, auch an die Fotos wo ich mit meiner Katze Lady Tabea zusammen war (Foto links). An Aufnahmen, die man nicht „nochmal eben“ macht. An ein Leben, das weiterläuft, während man glaubt, alles digital im Griff zu haben.
Genau aus diesem Gefühl heraus ist secureBackup entstanden.
Eigentlich fing alles ziemlich harmlos an.
Privat zog bei mir ein neues UniFi-NAS ein. Schickes Gerät, moderne Oberfläche, gute Integration, genau die Art Hardware, bei der man kurz denkt: So, jetzt wird alles endlich sauber, elegant und unkompliziert. Ein zentrales Gerät, an dem Daten liegen, auf das Sicherungen laufen, fertig.
Zumindest war das die Idee.
Die Ernüchterung kam im Detail. Ja, das NAS konnte Snapshots und auch dedizierte Backups. Aber eben im Kern vor allem als 1:1-Kopien auf wenige Ziele. Das ist besser als gar nichts — keine Frage. Aber es ist nicht die Art von Backup-Strategie, die ich mir für ein gewachsenes, reales Setup wünsche. Mir fehlte genau das, was moderne Backup-Tools so stark macht: Versionierung, Aufbewahrungsregeln, flexible Strategien, saubere Offsite-Ziele („Daten außer Haus schaffen“), ein Konzept, das nicht nur kopiert, sondern wirklich sichert.
Denn mein Setup besteht nicht aus „ein paar Dateien“.
Auf meinem lokalen Docker-Host laufen unter anderem Paperless-NGX (ein Dokument-Management System), Jellyfin, Immich (ein echt tolles Foto-Archiv) und weitere Dienste. Die eigentlichen Daten dieser Dienste liegen auf dem neuen UniFi-NAS aka Storage und sind damit natürlich Teil derselben Schutzfrage. Dazu kommt mein Home Assistant für die Hausautomatisierung — nicht als Spielerei, sondern als umfangreich gewachsenes System mit über 2.500 Entitäten und mehr als 200 Geräten. Wer so ein Setup betreibt, sichert nicht einfach nur Dateien. Man sichert Zustände, Historien, gewachsene Konfigurationen, Automationen, Langzeitdaten und vor allem ganz viel investierte Zeit.
Klar, homeassistant sichert von Haus aus auf mein NAS - aber wie gelangen die Daten außer Haus in verschiedenen Versionen? Und genau an dieser Stelle wurde das Thema strategisch.
Ich wollte keine Alibi-Lösung. Keine „wird schon reichen“-Strategie. Kein Backup, das nur so lange gut aussieht, bis man es wirklich braucht.
Also kamen die typischen Überlegungen:
Einfach nur lokal sichern?
Reicht nicht.
Nur auf dem NAS spiegeln? So einen modernen Snapshot einrichten?
Hilft bei Defekt oder Fehlbedienung nur begrenzt. Snapshots sind keine Datensicherung. Snapshots sind Momentaufnahmen des Zustands von Daten oder Systemen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie eignen sich hervorragend für schnelle, kurzfristige Wiederherstellungen. Im Gegensatz zu vollständigen Backups speichern Snapshots oft nur die geänderten Datenblöcke, was Platz spart. Sie sind jedoch von der Verfügbarkeit des Originalspeichers abhängig und können deshalb ein vollständiges Backup nicht ersetzen.
Noch irgendwo eine Kopie hinlegen?
Ja — aber wohin, wie automatisiert, mit welchem Tool und mit welcher Kontrolle?
Und wie sichere ich meine wertvollen Daten gegen Cyberangriffe mit Verschlüsslung und Lösegeld-Forderungen?
Und mitten in all diesen Gedanken dann kam plötzlich eine schlimme Erinnerung hoch: 2021 war ich vom Hochwasser direkt vor meinem Haus durch das Starkregen-Ereignis betroffen. Das war für mich nicht theoretisch, sondern live und echt. Das Foto gibt Ihnen einen Eindruck. Ganz knapp konnte ich durch eigene Initiative meinen Keller retten.
Also: Wie sichere ich meine Daten also vor Feuer und Wasser?
Offsite-Backups speichern Datensicherungen an einem physisch getrennten Ort vom primären Standort, beispielsweise in einer anderen Stadt oder in der Cloud. Dadurch werden kritische Daten vor lokalen Katastrophen wie Feuer, Wasser, Diebstahl oder Ransomware geschützt und bilden einen wichtigen Bestandteil einer umfassenden Datensicherheitsstrategie. Wollte ich haben.
Natürlich landete ich sehr schnell bei Tools wie Restic und Kopia: Beide sind stark, beide haben ihren Platz. Für mein Szenario fand ich Kopia besonders charmant, weil sich das sauber per Docker-Image betreiben lässt und ein komfortables Webinterface mitbringt. Genau das ist im Alltag angenehm, wenn man nicht nur einmal etwas aufsetzt, sondern es auch beobachten, pflegen und im Ernstfall schnell benutzen will.
Aber mit dem Tool allein ist es nicht getan. Ein gutes Backup-Werkzeug braucht auch ein gutes Ziel.
Und genau da war die Lücke.
Was ich brauchte, war kein weiterer allgemeiner Speicherplatz. Keine hübsch verpackte Online-Festplatte. Kein „wird schon irgendwie gehen“.
Ich brauchte ein echtes Offsite-Backup-Ziel, das sich mit modernen Backup-Tools sauber nutzen lässt. Etwas, das in den Workflow passt, statt ihn zu verbiegen. Etwas, das nicht für den täglichen Dateizugriff gedacht ist, sondern für den Moment, in dem man froh ist, eine zweite, saubere, externe Sicherung zu haben.
So entstand secureBackup.
secureBackup ist unser S3-basiertes Backup-Target im deutschen Rechenzentrum. Entwickelt für genau solche Szenarien: für Offsite-Backups mit Kopia, Restic und ähnlichen Werkzeugen, für automatische Sicherungsjobs, für versionierte Backups, für ein Konzept, das auf Wiederherstellung ausgelegt ist — nicht auf Dateiverwaltung im Alltag.
Und genau deshalb ist secureBackup eben nicht einfach dasselbe wie unsere Online-Festplatte SpeedDrive.
SpeedDrive hat seinen festen Platz — und zwar völlig zurecht.
Wenn ich Dateien online ablegen, austauschen, als Netzlaufwerk nutzen oder im Alltag flexibel darauf zugreifen will, dann ist eine Online-Festplatte genau das Richtige. Dafür gibt es SpeedDrive. Das Produkt ist für diese Art Nutzung gebaut.
Backups ticken aber anders.
Ein Backup-Workflow will nicht in erster Linie „Dateien schön bereitstellen“, sondern zuverlässig, automatisiert und strukturiert sichern. Es geht um Aufbewahrung, Versionen, Restore-Fähigkeit, Trennung vom produktiven Standort und darum, dass das Ganze auch dann noch funktioniert, wenn man unter Stress handelt.
Deshalb war uns die klare Trennung wichtig:
SpeedDrive ist die Online-Festplatte für „mal eben“.
secureBackup ist die Backup-Festung mit Daten-Tresor.
Beides ist sinnvoll. Aber eben für unterschiedliche Jobs.
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt an der ganzen Geschichte:
secureBackup ist nicht entstanden, weil irgendwo auf einer Produkt-Roadmap noch Platz war. Es ist entstanden, weil ein reales Problem da war. Weil ein modernes NAS allein nicht automatisch eine gute Backup-Strategie ersetzt. Weil private Erinnerungen genauso unwiederbringlich sind wie geschäftskritische Daten teuer werden können. Und weil wir eine Lösung wollten, die wir selbst guten Gewissens einsetzen würden.
Ich selber setzte secureBackup bereits vor dem Going-Public mit Kopia von meinem Doccer-Host bei mir im Haus ein. Für geschäftliche als auch alle meine privaten Daten. Zunächst im Testbetrieb als secureBackup bei uns noch Alpha- und Beta war - dann live. Und ich schlafe wirklich besser wenn ich an diesen Datentresor nur denke.
Genau deshalb fühlt sich secureBackup für mich nicht wie ein weiteres Tarifprodukt an, sondern wie die saubere Antwort auf eine Frage, die sich viel zu viele erst dann stellen, wenn es schon zu spät ist:
Wenn morgen etwas kaputtgeht — bekomme ich meine Daten wirklich zurück?
Wenn die Antwort darauf nicht eindeutig „ja“ ist, sollte man das ändern. Nicht irgendwann. Sondern bevor aus einem kleinen unguten Gefühl ein sehr großer Schaden wird.
Wenn Sie ihr Backup-Konzept sauber um eine externe, tool-taugliche Offsite-Komponente mit Verschlüsslung außer Haus erweitern wollen, schauen Sie sich doch unsere neue Lösung an:
Und wenn Sie direkt praktisch loslegen wollen, finden Sie hier bereits die erste Anleitung:
Für weitere Informationen und Fragen steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.
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