Google Plus -vs- Facebook: Drei Monate High-Speed-Schlacht

Ende Juni - vor knapp drei Monaten - stellte Google die Betaversion seiner Social-Media-Plattform Google+ vor. Quasi um endlich was vergleichbares zu Facebook zu haben. Gestern nun wurde die Beta-Phase von Google+ beendet und der Dienst ist nun offen für jedermann. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Schafft der Google-Elefant den Sprung und bleibt Facebook dabei artig im Hintergrund ?

Das erfolgsgewöhnte Google steht zum ersten mal seit Jahren mit dem Rücken zur Wand und befindet sich nicht mehr in der Position des Innovators, sondern in der ungewohnten des Verteidigers. Social-Media wurde seitens Google total verschlafen und vollends unterschätzt - Facebook konnte sich deshalb in den vergangenen Jahren eine extrem starke Position aufbauen.

Mittlerweile verbringen viele Menschen auf Facebook mehr Zeit, als im gesamten restlichen Internet zusammen. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Zeit, wo Google-Anzeigen diese Menschen trotz der vielfältigen Wege (Google-eigene Seiten wie Youtube, fremde Seiten über das Werbenetzwerk Adsence und mobile Seiten durch das Handsystem Android) nicht mehr erreichen können und andere, in dem Fall Facebook, das lukrative Geschäft machen. Da Google von den Anzeigen lebt, ist diese Entwicklung ein ernster Angriff. Google MUSSTE reagieren.

Und Google hat reagiert mit der Strategie Google+. Google+ ist dabei mehr als nur ein Social-Media-Netz. Google hat es verstanden viele seiner Dienste in eine Gesamtstrategie zu integrieren. Vor allem die Suche wurde integriert. Und Facebook wurde nicht nur 1:1 abgekupfert, sondern man hat sich bei Google hingesetzt und genau nachgedacht, analysiert und die Benutzer in den Vordergrund gestellt (eine Spezialität von Google). Heraus kamen einige Funktionen und Ansätze, womit sich Google+ von Anfang an von Facebook unterschied. Entsprechend groß und begeistert war das Medien-Echo Ende Juni / Anfang Juli.

Auch ich schrieb damals einen Blog-Beitrag wo ich nicht ganz so begeistert von Google+ provokant frug "Hat Google+ eine Chance gegen Facebook ?". In meinem Fazit kam ich zu den Kern-Schlüssen:

  • Facebook kann von Google+ lernen: Google+ hat einige Punkte eleganter gelöst - aber Facebook kann und wird lernen und diese Features innerhalb weniger Wochen nachimplementieren
  • Google+ hat Potential: Hat aber noch einen langen Weg vor sich und wird nicht leicht sehr viele Menschen von Facebook wegbekommen
  • Zeit nur für EIN soziales Netz: Die Menschen werden nur Zeit für ein soziales Netzwerk haben und es gibt dabei einen gewissen Klebe-Effekt: Die Leute werden da sein, wo auch alle Freunde, Geschäftskontakte und sonstigen Bekannten sich aufhalten werden.
  • Ich denke Google+ wird noch viel facebook'iger werden und Facebook vielleicht etwas google'iger.

Im folgendem werde ich schauen und vergleichen, wie sich die beiden Dienste in den vergangenen Wochen entwickelt haben. Anfangen will ich mit dem Herausforderer Google:

 

Neues bei Google+

Bei Google+ tut sich derzeit am meisten hinter der Oberfläche und in vielen kleinen Details. Das ist eigentlich auch logisch, da Google+ ja noch neu und in der Betaphase ist bzw. bis gestern war. Insofern hat Google die Nutzer, deren Verhalten und Wünsche sich genau angeschaut und arbeitet die Wünsche quasi nacheinander ab. Und hier und da gibt es etwas Fine-Tuning und kleine Verbesserungen von der Bedienbarkeit (Usability). Insofern kann ich hier unmöglich alle Änderungen aufführen - was aber auch kaum Sinn machen würde.

Neu eingeführt wurde die Google+ Spiele-Plattform. Spiele bei Facebook sind ein echtes Phänomen. Leute verbringen dort zum Teil extrem viel Zeit, ziehen Freunde mit rein (zuweilen auch nervig) und durch den Verkauf von Mehrwerten und Spielvorteilen ist das auch ein lukratives Business. Für die Hersteller der Spiele als auch für den Plattvormbetreiber der am Umsatz nicht zu knapp beteiligt ist. Welche Bedeutung Google dem "Spielen" beimisst sieht man daran, dass die Spiele-Plattform eine der ersten großen Updates nach dem Beta-Start war. Derzeit gibt es allerdings nur eine handvoll Titel von Entwickler-Partnern - darunter Playdom, Zynga (bekannt durch FarmVille), Wooga und LabPixies (welche von Google vor einem Jahr übernommen wurden). Es ist aber zu erwarten dass sich dies nach und nach ändern wird. Übrigens auch bei der Integration von Spielen hat Google+ etwas besser gemacht als Facebook: Die Spiele bekamen eine eigene Sektion und Spielebenachrichtigungen wurden da gleich rein verbannt. Wie nervig ist es doch bei Facebook ständig unerwünschte Spielebenachrichtigungen von Mitmenschen auf eine schwarze Liste setzen zu müssen.

Von Anfang an vermisste man bei Google+ eine Suchfunktion um Bekannte, Freunde, Arbeitskollegen und Kunden gezielt suchen zu können. Eine Suchfunktion wurde zwischenzeitlich hinzugefügt - sicher nicht unwichtig damit sich Personen finden und vernetzen können.

Mobiles: Die mobile App für Andorid wurde ebenfalls weiterentwickelt. Zwischenzeitlich wurde dort der Video-Chat Hangout integriert und es gab diverse kleine Funktions-Erweiterungen. Außerdem gibt es eine iPhone-Version und an einer Version für Windows mobile wird wohl gearbeitet. Also auch hier macht Google seine Hausaufgaben, hat aber bzgl. stärkerer Integration z.B. in sein System Android, Checkins u.a. durchaus noch einen Weg vor sich.

API: Erst vor wenigen Tagen hat Google eine Programmierschnittstelle und -Plattform für Google+ vorgestellt. Externe Anwendungen und Entwickler sind sicher als der Schlüssel zum Erfolg anzusehen, von daher erwarte ich dass Google hier auch weiter sehr viel Energie hineinstecken wird. Denn derzeit bietet die API erst nur lesenden Zugriff auf öffentliche Daten, die Authentifizierung erfolgt State-of-the-Art per oAuth2 oder per API-Key. Neben der allgemeinen Google+ API gibt es spezielle Schnittstellen bereits für den Google+1-Button und dem Videotelefonie-Service Hangout. Die ersten Schritte eben und mich als Techniker und Entwickler juckt es auch schon in den Fingern die API mal anzutesten - mal schauen wann ich dazu komme.

Um den Google+1-Button kommt man auf jeden Fall in meinen Augen nicht mehr drum herum. Und ich werde versuchen mindestens auf portunity.de selbigen die Tage auch implementieren zu lassen. Denn der Google+1-Button ist nicht nur das Bindeglied zwischen der Suchmaschine, dem sozialen Dienst Google+ und externen Websites - sondern vor allem auch das Empfehlungs-Elixier mit dem Potential den Suchalgorithmus noch weiter zu verwässern. Suchmaschinen-Optimierung wird sich zukünftig nicht nur mehr darauf beschränken Texte und Inhalte zu erstellen, Links aufzubauen usw. - sondern eben auch im sozialen Netzwerk Google+ genug Empfehlungen via Google+1-likes zu erhalten. Dies spielt natürlich vor allem großen Unternehmen in die Hände. Bislang hatten kleine Unternehmen durch Flexibilität, Suchmaschinen-Optimierung & Co wenigstens den Hauch der Chance gegen große Unternehmen anzukommen - hier muss Google aufpassen die richtige Ballance zwischen den bestehenden Ranking-Kriterien und Sociale-Media-Signalen hinzubekommen.

Wie stark der Google+1-Button bereits seine Schatten voraus wirft sieht man an Google Maps bzw. dem dort integriertem Branchenbuch Google-Places. Diesen Bereich bekomme ich mit, da ich in einem Restaurant selbst in der Geschäftsleitung bin und darüber hinaus mehrere Hotels und Restaurants bzgl. der sozial Media-Aktivitäten betreue. In Google Places waren z.B. bei Hotels und Restaurants bis vor einigen Wochen noch die Empfehlungen von externen Diensten wie restaurant-kritik.de, Qype & co zu finden. Diese wurden nun auf eine Fußzeile "Erfahrungsberichte aus dem Web" reduziert. Statt dessen hat Google einen eigenen Erfahrungs- und Bewertungs-Service eingeführt - der natürlich mit Google+ verbunden sein wird. Damit hat Google die Erfahrungsberichte selbst in der Hand, die Verzahnung wird hier geradezu unheimlich wenn erst einmal alles miteinander durch G+ verbunden sein wird.

Also Google werkelt ständig an seinem Haupt-Projekt an quasi allen Fronten. Fast wöchentlich gibt es kleine oder große Neuerungen und Google-Plus wird dabei immer runder - der Start in den Wirkbetrieb von daher die logische Konsequenz. Aber auch in externen Diensten von Google kommt immer mehr Plus, Google macht seine Hausaufgaben in einem beneidenswertem Tempo. Wie aggressiv Google dabei vorgeht sieht man auf der Startseite von Google: Per plakativem blauen Pfeil wird unübersehbar auf Google+ hingewiesen. Stärker und mehr +1 geht nicht.  Bei dem Tempo erwarte ich noch dieses Jahr bzw. spätestens in Q1/2012 eine Funktion für Unternehmens-Darstellungen (Google+ Pages), einen weiteren Ausbau aller weiteren Funktionen und einen Zuwachs vor allem auch bei Schnittstellen und APIs - und damit auch von externen Anwendungen und Lösungen.

Neues bei Facebook

In meinem ersten Blogbeitrag zu Google+ schrieb ich "Facebook kann von Google+ lernen" - und Facebook HAT gelernt. So beeindruckend das Entwickler-Tempo von Google ist, so atemberaubend ist Facebook in seinem Rollout ebenfalls.

Bereits wenige Tage nach der Vorstellung von Google+ und dessen Video-Telefonie "Hangout" stellte Facebook seine eigene Videotelefonie vor. Eine Kooperation mit Skype - also im Kern bewährter Technik. Ich habe beide Videodienste zwischenzeitlich getestet - und es funktioniert bei beiden gleichermaßen erstaunlich gut (auch via kleinem DSL). Einzig Video-Telefonie mit mehreren Personen gleichzeitig - da ist Google noch voraus. Das dürfte freilich nur eine Frage der Zeit sein.

In den Medien wurden bei Google+ vor allem der Ansatz Freunde in Kreise einzusortieren gelobt sowie die damit verbundene Möglichkeit Statusupdates nur an bestimmte Freunde zugänglich zu machen. Bereits in meinem Blog-Beitrag zu Google+ wies ich darauf hin, dass es in Facebook seit langem Listen gibt wo man seine Freunde ebenfalls einsortieren kann. Auch das selektive Schreiben an bestimmte Listen gab es bereits länger - war allerdings deutlich schwerer und versteckter und bei weitem nicht zu poppig ausgeführt wie bei Google+. So verwundert es eigentlich nicht, dass bislang die von Facebook bereitgestellten Möglichkeiten kaum genutzt wurden. Facebook hat diesbezüglich allerdings deutlich nachgelegt:



Das Feld Status-Updates zu verfassen wurde grundlegend überarbeitet. Es ist nun deutlich einfacher Status-Updates nur noch an bestimmte Freundes-Listen aka -Kreise zu versenden. Dabei wurde auch gleich die Checkin-Funktion überarbeitet und besser integriert, so dass man nicht nur per Smartphone von unterwegs sagen kann "Was mache ich gerade" sondern dies auch mit einem Ort sowie Personen die einen begleiten verknüpfen kann. 

Dazu wurden die so genannten Smart-Lists eingeführt. Neben der Möglichkeit seine Freunde in Listen zu verwalten - was ebenfalls prominenter und einfacher ausgeführt wurde - versucht Facebook Freunde und Bekannte automatisch in Standard-Listen wie "Familie", "Arbeit", "Nähere Umgebung" u.a. zu sortieren (z.B. anhand getätigter Profil-Einstellungen bzw. Schule, Arbeit, Wohnort usw.). Außerdem gibt es nun die Standardlisten "Enge Freunde" (seine besten Freunde - alle Beiträge sind ohne Einschränkung zugänglich), "Bekannte" (mit denen man die meisten aber nicht alles teilen möchte) und "Eingeschränkt" (Personen die man bestätigen möchte, aber nicht zu den wahren Freunden zählen und mit denen man kaum etwas teilen möchte).

Neben der Möglichkeit Status-Updates nur an bestimmte Freunde verschicken zu können besteht aber weiterhin auch die Möglichkeit an alle zu verschicken oder bestimmte einzelne Personen oder Listen individuell auszuwählen. Mit dem Standardlisten hat Facebook aber eine sinnvolle und gute Segmentierung bereitgestellt, die für die meisten als Standard den gewünschten Zweck nach mehr Privatsphäre erfüllen sollte.

Einbahnstraße: Eine herausragende Funktion bei Google seinem Ansatz der Kreis-Zuordnungen war die Möglichkeit, dass man ähnlich wie bei Twitter auch jemanden folgen kann, ohne dass dieser einem als Freund rück-bestätigen muss. So kann man problemlos z.B. auch Prominenten folgen - ohne dass man da gleich bestätigter Freund sein muss. Ich hatte mir vor drei Monaten den Kopf darüber zerbrochen wie Facebook dieses Konzept kopieren kann ohne an sein eigenes Konzept über Bord werfen zu müssen. Facebook hat diese Kopfnuss allerdings mit Bravour gelöst: Seit kurzem gibt es die Möglichkeit seinen eigenen User-Account für Abonnenten freizugeben und selber auch bei solchen Accounts Abonnent zu werden. Dadurch wird es auch bei Facebook möglich jemanden zu folgen und seine öffentlichen Statusupdates im Newsstream zu erhalten - ohne dass derjenige einem als Freund bestätigen muss.

Quasi zeitgleich mit der Information von Google dass Google+ nun öffentlich nutzbar sei, sind Verbesserungen am Newsstream im Blog von Facebook angekündigt worden. So wird zukünftig stärker zwischen wichtigen und neuen Statusupdates unterteilt. Loggt man sich mehrmals am Tag ein, überwiegen die neuen Nachrichten - geht man zu Facebook nur täglich oder gar alle paar Tage, gibt es eine Übersicht aus den wichtigsten Statusupdates. Dabei gepostete Bilder sollen in Zukunft größer werden - damit geht Facebook auf das etwas poppigere und moderner wirkende Google ein. Über einen Ticker sollen Status-Updates außerdem in Echtzeit angezeigt werden. Es ist zu erwarten dass diese Änderungen zunächst bei einigen Nutzern derzeit getestet werden - dann aber in wenigen Tagen ausgerollt werden.

Neben diesen großen Funktions-Updates gab es etliche kleine Verbesserungen im Detail - die aber zum Teil große Auswirkungen haben können:

  • So konnten bislang auf Unternehmens-Seiten (Pages) nur die eigenen Fan's kommentieren und Beiträge an der Pinwand hinterlassen (sofern freigeschaltet vom Admin). Zukünftig muss man nicht mehr Fan sein um Beiträge zu kommentieren. Gut für die Interaktions-Raten auf der einen Seite - aber es wird noch schwerer Fan's zu rekrutieren auf der anderen.
  • Facebook zeigt unter den Beiträgen von Facebook Seiten “geteilte Inhalte” an.
  • Facebook Vanity-URLs sind nun für alle verfügbar - bislang wurden mindestens 25 Fans benötigt !

Und Nachrichten über weitere Facebook-Neuerungen können heute erwartet werden, denn heute findet die Facebook-Entwicklerkonferenz F8 statt. Es gibt im Netz Gerüchte, dass

  • Facebook den offiziellen Start einer iPad-App bekannt gibt - da kursierten im Netz ebenfalls bereits Gerüchte und Screenshoots
  • Facebook etwa Filme, Musik und TV-Angebote in seine Plattform einbinden möchte und über seine "Facebook-Währung Facebook-Credits" abrechnen könnte. Der Film-Dienst Netflix kündigte im Juli ein Angebot für Facebook-Mitglieder in Kanada und Südamerika an - Details gab es bislang nicht. Konkreter ist da bereits, dass seit März Facebook zusammen mit Warner Brothers in den USA testet, inwieweit Facebook als Streaming-Plattform geeignet ist. Aber auch die iPad-Zeitung "The Daily", der Sender CNN und der bekannte "Washington Post" sollen bereits an speziellen Facebook-Ausgaben arbeiten. Das wäre wirtschaftlich extremst gigantisch wenn es da bald ein Abo-Modell für News und eine Online-Videothek gäbe, an dem die Content-Anbieter mit verdienen könnten.
  • Facebook die Diversifizierung des Gefällt-mir-Buttons bekannt gibt: Ich habe im Netz Gerüchte gelesen, wonach Facebook neue Arten von Gefällt-mir-Buttons vorstellen könnte: "Gelesen", "Gesehen" und "Gehört" sowie "Will ich haben". Zu den Gerüchten passt das Motto der Entwicklerkonferenz: "Read. Watch. Listen." sowie dass Filme, Musik und TV-Angebote in Facebook integriert werden könnten (Stichwort "Gehört"-Button). 
  • Facebook könnte auf die Bühne "Spartaner" stellen. Denn im Internet hält sich seit Sommer ein weiteres Gerücht, dass Facebook unter dem Codenamen "Spartan" ein eigenes App-Angebot auf HTML5-Basis plant.

Sollten diese Gerüchte tatsächlich stimmen, hätte sich Facebook nur kurzzeitig in der Deffensive befunden. Damit würde Facebook zum Gegenangriff auf Google übergehen und Google auf seinen Felder Musik und Filme (Youtube) und Mobile Internet (Apps / Android / Chrome-OS) angreifen. Ich bin von daher extrem gespannt was wir von der Entwickler-Konferenz F8 in Kürze hören werden.

Fazit

Meine Erwartungen von Anfang Juli "Google+ hat Potential, aber Hausaufgaben zu erledigen", "Facebook kann von Google+ lernen" und "Google+ wird noch viel facebook'iger werden und Facebook vielleicht etwas google'iger." wurden zu 100% erfüllt. Einzig überrascht bin ich dann doch vom Tempo auf beiden Seiten und der Heftigkeit wie aggressiv und schnell Geschäftsfelder gegenseitig angegangen werden. Hier dran sieht man welche epochale Schlacht gerade zwischen Facebook und Google ausgefochten wird. Es geht nicht um weniger als die absolute Vorherrschaft im Internet - und damit um Milliarden von Dollar / Euro.

Dabei stellt sich die Frage wie die Menschen reagieren werden. Denn ich sehe auch, dass meine Prognose "Die Menschen werden nur Zeit für ein soziales Netzwerk haben und es gibt dabei einen gewissen Klebe-Effekt: Die Leute werden da sein, wo auch alle Freunde, Geschäftskontakte und sonstigen Bekannten sich aufhalten werden." ebenfalls sich als Wahr herausstellt. Die Masse meiner Kontakte ist bei Facebook. Die Kontakte bei Google+ steigen zwar - aber mehr unter dem Motto "Me-Too", ernsthafte Posts sind noch eher selten. Die Musik spielt derzeit eindeutig bei Facebook. Und wer weiß, ob sich dies nach der heutigen Entwicklerkonferenz F8 nicht im wahrsten Sinne dieser Worte manifestieren wird.

Aufpassen müssen beide Anbieter - allen voran aber Facebook - dass sie ihre Nutzer durch das High-Speed-Tempo nicht zu sehr verunsichern. Bereits jetzt reagieren einige Nutzer auf die vielen Änderungen genervt - und kommen nicht mehr hinterher. Dieser Frust könnte dafür sorgen, dass auch mal Alternativen ausprobiert werden. Auf der anderen Seite fühlen sich so manche Änderungen über die gemeckert wird nur Anfangs "komisch" an und werden dann doch innerhalb kürzester Zeit akzeptiert und keiner will mehr zurück. Man ist halt doch ein Gewohnheitsmensch.

Facebook ist auf jeden Fall auf der Hut und die gefeierten Innovationen von Google+ schmelzen vom Status "Alleinstellungsmerkmal" schnell dahin. Google+ hat aus meiner Sicht von daher als Herausforderer weiter einen extrem sehr schweren Stand. Es bleibt aber spannend und vielleicht werde ich, je nachdem was heute auf der Facebook-Konferenz vorgestellt wird, noch mal mit einem Blogbeitrag nachlegen. Aber dies wird so oder so sicher nicht der letzte Beitrag zu dem Thema gewesen sein.

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